Ewigkeitssonntag

 

Am Ewigkeits- oder Totensonntag wird neben dem Andenken an die Verstorbenen in vielen Gottesdiensten auch zu einem bewussten Umgang mit der Lebenszeit ermutigt. Wem es gelinge, Abschied und Tod im Alltag zu bewältigen, bekomme auch sein Leben besser in den Griff, heißt es bereits in christlichen Lebenshilfen aus dem Mittelalter. Vergänglichkeit wird so als Gewinn und nicht als Verlust erfahren.

Im Apostolischen Glaubensbekenntnis bekennen Christen ihren Glauben an „die Auferstehung der Toten und das ewige Leben". Aber die Glaubensaussage erlaubt keine Spekulationen über die Einzelheiten oder ein „Weiterleben". Theologen halten fest, dass die „Geschichte Gottes" mit dem Menschen auch nach seinem Tod weitergehen wird, bis seine Seele Ruhe findet.

Der Gedenktag geht auf eine Anregung aus der Reformationszeit zurück und wurde in eine Kirchenordnung übernommen. Der preußische König Friedrich Wilhelm III. führte ihn als „Feiertag zum Gedächtnis der Entschlafenen" ein. Er bildet eine evangelische Alternative zum katholischen Allerseelentag am 2. November.

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