Aus dem Gemeindekirchenrat

In den Sitzungen im September und Oktober hatte sich der Gemeindekirchenrat hauptsächlich mit praktischen Fragen und Problemen zu beschäftigen. Ein großes Thema ist die Sanierung von Kirchen, nicht nur der Marienkirche in Beeskow, sondern auch von Dorfkirchen. An einigen ist über viele Jahr-zehnte nichts repariert worden, andere sind durch die Stürme beschädigt worden, mussten erst notdürftig gesichert werden und müssen nun instand gesetzt werden. Das bringt zum einen viel behördlichen Aufwand mit sich, zum anderen kostet es viel Geld, erheblich mehr als wir als Gemeinde zur Verfügung haben. Deshalb überlegen wir nun im Gemeindekirchenrat, in welcher Reihenfolge wir diese zum Teil sehr großen Projekte in Angriff nehmen müssen und können und wo das Geld dafür herkommen kann. Erfreulich ist, dass die Sanierung der Kirche in Neubrück kurz vor dem Abschluss steht. 

Schon seit längerer Zeit beschäftigen wir uns mit dem Thema „Windkraftanlagen auf Gemeindeland“. Da gehen auch im Gemeindekirchenrat die Meinungen weit auseinander, und viele Positionen zu diesem Thema haben auch ihre Berechtigung. Der Erhalt unserer schönen Landschaft und der Tierwelt liegt uns am Herzen, und vor allem die neuen, sehr hohen Windkraftanlagen sind wirklich nicht schön. Menschen fühlen sich durch die Anlagen in ihrer unmittelbaren Umgebung gesundheitlich und in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt, dort, wo sie zum Teil schon sehr lange zuhause sind. Von den Braunkohletagebauen in Brandenburg werden wir uns mittel-fristig verabschieden müssen, wenn wir die Klimaschutzziele einhalten wollen; und für viele durch den Braunkohlebergbau verursachte Probleme gibt es noch keine befriedigende Lösung. Der Versuch, CO2 unter die Erde zu verpressen, ist ja auch in der Region Beeskow auf großen Widerstand gestoßen. Und dann ist da auch noch das liebe Geld. Die Firmen, die Wind-kraftanlagen auf unseren Grundstücken errichten und betreiben wollen, winken mit hohen Geldsummen, und wir können das Geld wirklich auch gut gebrauchen, für die Gemeindearbeit und für unsere Kirchen. Insofern können wir es uns kaum leisten, dass auf den Grundstücken um unsere eigenen herum vielleicht Windräder stehen, wir also alle Nachteile mitzutragen haben, aber am Ertrag dann gar nicht beteiligt sind. Für die Prüfung der sehr unterschiedlichen, langen und komplizierten Vertragsangebote sind wir auf die Hilfe des Konsistoriums in Berlin angewiesen, das auch einen eventuellen Vertrag der Gemeinde mit einem Windkraftanbieter genehmigen müsste. Um nun Prüfungen überhaupt vornehmen lassen zu können, hat der Gemeindekirchenrat in seiner letzten Sitzung mehrheitlich beschlossen, der Errichtung von Wind-kraftanlagen auf einem Grundstück im Grundsatz zuzustimmen. Das verpflichtet die Gemeinde nicht dazu, tatsächlich eine Anlage auf diesem Grundstück zu errichten, sondern eröffnet den Weg zu weiteren Prüfungen, die unbedingt notwendig sind, damit sich die Mitglieder des Gemeindekirchenrates begründet eine abschließende Meinung bilden und zu einer Entscheidung im Einzelfall kommen können. Wegen der schon komplizierten Sachlage und der unterschiedlichen Bewertungen je nachdem, welches Argument für die Mitglieder des Gemein-dekirchenrates besonders wichtig ist, benötigen wir einfach alle Informationen dazu, die wir bekommen können.

 

Dr. Claudia Ludwig
Vorsitzende des Gemeindekirchenrates

Herrnhuter Losung heute

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