Wie wird Gottesdienst verständlich?

 

Wer Gottesdienst gefeiert hat und rückblickend über den Gottesdienst etwas sagen soll, könnte vielleicht etwas zur Predigt sagen oder Gefallen an dem einen oder anderen Lied äußern. Es ist schon eine Herausforderung, alle Elemente des Gottesdienstes zu benennen und die richtige Reihenfolge einzuhalten. Noch schwieriger wird es, die Frage zu beantworten, warum der Gottesdienst so aufgebaut ist, wie er nun abläuft.

Hintergründe, Ablauf und Inhalte des Gottesdienstes werden unter dem Begriff „Liturgik" zusammengefasst. Dabei klingt das Wort „Liturgie" an, und mancher denkt an die liturgischen Gesänge. Liturgie meint aber viel mehr. Der Begriff leitet sich vom griechischen „leiturgia" ab und bedeutet so viel wie „öffentliche Dienstleistung zum Wohle der Allgemeinheit". Im Neuen Testament findet sich diese Bezeichnung nur spärlich. Erst im 16. Jahrhundert hält der Begriff Einzug in die abendländische Kirche. Heute verstehen wir darunter die Gesamtheit der verschiedenen Gottesdienstteile abgesehen von der Predigt und den Liedern. Die einzelnen Elemente aber haben eine lange Tradition und verbinden Christinnen und Christen weltweit.

Seit den Anfängen kommt die christliche Gemeinde besonders am Sonntag zusammen. An diesem Tag feiert sie die Auferstehung ihres Herrn Jesus Christus. Im Gedenken an Gottes Heil bringendes Handeln und in der Stärkung zur Hoffnung auf Gottes Reich liegt der Schwerpunkt der Gottesdienstfeier.

Im Laufe des Kirchenjahres vergegenwärtigen die Gottesdienste den Lebensweg Jesu Christi und auch den Weg der Kirche als Gemeinschaft der Glaubenden.

Die Landeskirchen in Deutschland haben folgenden Kriterien zugestimmt, die das Verstehen und Gestalten des Gottesdienstes aktualitätsbezogen erscheinen lässt:

1. Der Gottesdienst wird unter der Verantwortung und Beteiligung der ganzen Gemeinde gefeiert.

2. Der Gottesdienst folgt einer erkennbaren, stabilen Grundstruktur, die vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten offen hält.

3. Bewährte Texte aus der Tradition und neue Texte aus dem Gemeindeleben der Gegenwart erhalten den gleichen Stellenwert.

4. Der evangelische Gottesdienst steht in einem lebendigen Zusammenhang mit den Gottesdiensten der anderen Kirchen in der Ökumene.

5. Die Sprache darf niemanden ausgrenzen; vielmehr soll in ihr die Gemeinschaft von Männern, Frauen, Jugendlichen und Kindern sowie von unterschiedlichen Gruppierungen in der Kirche ihren angemessenen Ausdruck finden.

6. Liturgisches Handeln und Verhalten bezieht den ganzen Menschen ein; es äußert sich auch leibhaft und sinnlich.

7. Die Christenheit ist bleibend mit Israel als dem erstberufenen Gottesvolk verbunden.

Die Grundstruktur eines Gottesdienstes kennt vier Teile:

A) Eröffnung und Anrufung, B) Verkündigung und Bekenntnis,
C) Abendmahl, D) Sendung und Segen.

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